Bettwanzenbefall – Bettwanzenbekämpfung 2017-07-03T11:59:55+00:00

Bettwanzenbekämpfung bei Befall

Bettwanzenbekämpfung ist beratungs- und arbeits-intensiv und hat viele Komponenten und sollte deshalb von einen professionellen Kammerjäger durchgeführt werden. Sie beginnt mit einer sorgfältigen Befallsermittlung, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die primäre Strategie zur Bekämpfung von Bettwanzen beruhte viele Jahre lang hauptsächlich auf dem Einsatz von Insektiziden und Pestiziden. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der weitverbreitete Einsatz von Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und anderer synthetischer Insektizide – heute werden hauptsächlich Pyrethroide eingesetzt – zu einem massiven Rückgang des Bettwanzenbefalls sowohl in Europa, als auch in den USA. Auch ist es aufgrund verbesserter hygienischer Bedingungen – Wohnungen werden auch in eher versteckten Ecken häufiger und gründlicher gesäubert – für die Bettwanzen schwerer geworden, geschützte Orte für ihre Eiablage zu finden. Dennoch gelang den Parasiten in den letzten Jahren ein fulminantes Comeback: Vor allem in den USA, aber auch in anderen Ländern werden sie heute immer häufiger beobachtet, besonders betroffen scheinen dabei öffentliche Gebäude in Großstädten wie Hotels, Kinos und Krankenhäuser zu sein. Als entscheidender Grund für das weltweite Wiederaufflammen von Bettwanzen wird angenommen, dass die Insekten mittlerweile vielfach Resistenzen gegen die gängigen Insektizide entwickelt haben. Als weiterer Grund für das gehäufte Wiederauftreten der Parasiten kommen zudem die veränderten Behandlungsmethoden in Frage. Bis in die 1990er Jahre hinein wurde z. B. bei einer Schabenbekämpfung der gesamte Raum mit Insektiziden begast. Eventuell sich im selben Raum befindende Bettwanzen wurden somit gleichzeitig abgetötet. Heute werden Schaben mit Fraßködern bekämpft, auf die Bettwanzen nicht reagieren. Neben den chemischen Methoden zur Bekämpfung der blutsaugenden Parasiten gibt es auch physikalische Verfahren, denen aufgrund des Resistenzproblems neuerdings wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. So wird bei der sogenannten Wärmeentwesung mit einem speziellen Ofen die Zimmertemperatur während eineinhalb Tagen auf ca. 55 °C erhöht, was zum Absterben der Insekten führt.

 

professionelle Bettwanzenbekämpfung

Mit Hilfe ihrer stechend-saugenden Mundwerkzeuge, die auch als Stechrüssel bezeichnet werden, nehmen Bett- und Taubenwanzen Blut vom Menschen bzw. Tauben / Hühnern auf. Beim Stechakt kann dabei der Stechrüssel bis nach vorn gerichtet werden, im Gegensatz zu den pflanzensaugenden Arten, die ihn nur bis senkrecht nach unten (wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen blut- und pflanzensaugenden Arten) richten können. Die medizinisch-hygienische Bedeutung der Bett- und Taubenwanzen liegt primär in der Belästigung als Blutsauger. Die Tiere orten ihre Wirte mit Hilfe ihres Temperatursinnes, einen weiteren Reiz stellt der Kohlendioxidgehalt der von diesen ausgeatmeten Luft dar. Bett- und Taubenwanzen stechen gewöhnlich mehrmals, die Stiche liegen daher oft in einer Reihe oder gruppiert (diagnostisches Merkmal!). Bei den Stichreaktionen handelt es sich um Papeln, die oft blutig gefärbt sind, infolge des Juckreizes lassen sich Kratzspuren und sekundäre bakterielle Entzündungen finden.

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