Lebensmittelmotten 2013-08-16T10:03:37+00:00

Motten sind gefräßig, Motten sind lästig, Motten sind hartnäckig und oft sind es sehr viele.

Motten im Kleiderschrank, Motten in der Küche, Motten im Teppich und manchmal sogar im Dachboden. Gerade im Frühsommer halten Motten wahre Fressgelage auf unsere Kosten ab. Sind Motten erst einmal im Haus ist ihnen gar nicht so leicht beizukommen. Lebensmittelmotten befallen Vorräte in Küchen und Vorratsschränken, sie können dadurch Krankheiten übertragen und verunreinigen Lebensmittel, Oberflächen und Vorratsgut.motten_motte_Lebensmittelmotten Motten, von denen es weltweit rund 200.000 verschiedene Arten gibt, zählen zu den engsten Verwandten der Schmetterlinge. Allerdings weisen Motten auch einige Eigenschaften auf, die sie uns nicht gerade sympathisch machen.

Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) – Vorratsschädling

Lebensmittelmotten nisten sich nicht nur in Müsli, Kräutern, Hülsenfrüchten und hochwertigem Getreide ein, sondern machen auch vor Schokolade nicht halt. Sie können darüber hinaus bei Allergikern und auch bei immunschwachen Personen gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen und sollten daher unbedigt bekämpft werden. Grundvoraussetzung für jeden Behandlungserfolg sind solides Fachwissen, Know-how, Qualität, motivierte und geschulte Mitarbeiter, beste Kenntnisse über die Verhaltensweise der Schädlinge und die speziell dafür entwickelten Techniken. Die exakte Vorgehensweise ist oft von der Art des Schädlings und von den lokalen Gegebenheiten (Beschaffenheit der Räume) abhängig. Daher ist eine gute Beratung der Grundstein für jeden Erfolg und somit auch bei der Lebensmittelmottenbekämpfung! Die Lebensmittelmotte ist genauso wie die Kleidermotte weltweit verbreitet. Lebensmittelmotten zählen zu den Vorratsschädlingen und Hygieneschädlingen. Durch den Fraß der Larven entstehen Schäden an Lebensmitteln, meist werden die Larven oft schon beim Einkaufen mit eingeschleppt. Das befallene Produkt ist mit Gespinsten überzogen und mit Kotkrümelchen durchsetzt. Die Larven fressen sich durch Plastikfolien und dünne Kartons oder quetschen sich auch durch lose verschlossene Schraubdeckel. Motten haben eine hohe Vermehrungsrate, ein Weibchen legt bis zu 450 Eier im Jahr ab, entscheidend dafür ist die Temperatur und das Nahrungsangebot.

Mehlmotte (Ephestia kuehniella) – Vorratsschädling

Eine ähnliche Lebensweise hat die silbrig-graue Mehlmotte. Neben Privathaushalten ist sie oft in Mühlen und Lebensmittellagern zu finden, kaum dagegen in der freien Natur.

Getreidemotte (Sitottroga cerealella) – Vorratsschädling

Die trüb-gelb gefärbte Getreidemotte entwickelt sich direkt in den Körnern verschiedenster Getreidesorten, wobei das Weibchen die Eier an der Oberfläche von nicht ausgereiftem Getreide ablegt. Die Raupen fressen sich dann in die Körner und höhlen das Korn vollständig aus. Vor der Verpuppung frisst die Larve ein rundes Loch in die Schale, durch das dann der fertige Falter schlüpft. In gemäßigten Klimaten überlebt die Art den Winter nur in Bauwerken.  Sie verstecken sich oft in Ritzen und Ecken, wo sie wahllos hunderte von Eiern ablegen. Daher treten ca. 2-4 Generationen im Jahr auf. Sie halten sich gerne in Getreidespeichern, Silos, Vorratskammern, Lagerhäusern und Nahrungsmittelbetrieben  auf.

Zwei wichtige Materialschädlinge, die im Haus vorkommen können, sind Kleidermotten und Pelzmotten

Kleidermotten zerfressen mit einer wahren Hingabe unsere Kleidung – und meist nicht etwa die kleidermotte Textilmotteungeliebten, alten Wollsachen, bei denen man schon lange auf einen Anlass für die Entsorgung gewartet hat, sondern ganz im Gegenteil scheinen die Motten mit einem sechsten Sinn für unsere besten Lieblingsstücke ausgestattet zu sein. Kleidermotten können in Kleiderschränken, Polstermöbeln und in alten Fellen große Schäden verursachen. Die Larve verursacht den Hauptschaden an den Stoffen und anderen Produkten. Durch den Fraß der Textilmotte entstehen Löcher und kahle Stellen in den Textilien. Besonders beliebt sind Kleider, die Schweißrückstände und Schmutzrückstände aufweisen, da diese eine gute Nahrungsquelle bilden. In der Natur befällt die Kleidermotte Keratin, das in den Haaren von Säugetieren und den Federn der Vögel enthalten ist (Vogelnester, Wohnhöhlen von Säugetieren usw.). Beim Menschen findet man sie in Wohnungen, Kellerabteilen, Textilgeschäften und Lagern. Der Schaden der Larven erstreckt sich auf wollene Kleidungsstücke, Teppiche, Möbelbezüge, Pelze, Bettfedern, Roßhaarfüllungen in Matratzen, Polstermöbeln oder ähnliches. Textilstoffe pflanzlicher Herkunft, wie Baumwolle, Zellwolle, Kunstseide, Leinen usw. können von der Larve nicht verdaut werden. Dennoch kommt es vor, daß solche Stoffe zerstört werden, besonders wenn sie organisch verschmutzt (Schweiß!) sind. Mottenlarven nagen im Hungerzustand alles an was ihre Mundwerkzeuge bewältigen können. Sie erzeugen aus ihren Nahrungsstoffen ein beidseitiges offenes röhrenförmiges Gespinst, mit dem sie umherlaufen und aus dem sie heraus fressen. Die Gespinströhren von Kleidermotten sind langgestreckt, oft spiralig gewunden oder geknickt, Sie können aber auch unregelmäßig verlaufen.

Kleidermotten lieben:

  • Ruhe und Dunkelheit: Je öfter also unsere Sachen bewegt, umgehängt oder getragen werden desto mehr fühlen sich die Motten gestört.
  • Schweißgeruch, Schmutz und Feuchtigkeit: Dies zieht Motten geradezu magisch an. Also unbedingt nur absolut saubere und wirklich trockene Wäsche in den Schrank legen oder für die nächste Saison einlagern.
  • Wolle und Pelze: Die Hauptnahrung der Kleidermotte ist meist tierischen Ursprungs. Eines der ältesten Hausmittel zur Textilmottenbekämpfung – eine Pappschachtel mit Einflugloch von 2-3 cm. Die in der Schachtel befindlichen alten Wollreste locken die Motten an. So können die dort abgelgten Eier und Mottenbrut durch kochen der Reste abgetötet werden.
  • Verschlossene Kisten: Kleidung in Truhen oder in Kisten sollte regelmäßig gelüftet und auf Mottenbefall kontrolliert werden.
  • Pheromonduft: Pheromonfallen ziehen die Mottenmänchen durch Duftstoffe die den Mottenweibchen nachempfunden werden an. Normalerweise sendet diese Duftstoffe das Mottenweibchen aus und lockt Mottenmänchen zur Paarung an. Das Aufstellen von Pheromonfallen in Ankleiden oder auch in dem Kleiderschrank kann Motten minnimieren und auch ein Mottenbefall kann so frühzeitig erkannt werden.
  • Weitere Information zum Thema Kleidermotten finden sie auf Immowelt
Scroll Up