Deutsche Schabe
Die ca. 13 mm lange, in größeren Gruppen auftretende Deutsche Schabe stellt in Deutschland den am häufigsten auftretenden Hygieneschädling in Lebensmittelbetrieben dar.
Sie hält sich bevorzugt in feuchtwarmen Bereichen auf. Das Weibchen kann nach lediglich einer Befruchtung 8 Eipakete mit je ca. 40 Tieren ablegen. Krankheiten wie Salmonellose und Tuberkulose können durch sie beim Menschen hervorgerufen werden.
Orientalische Schabe
Die ca. 25 mm lange, dunkelbraune Orientalische Schabe stellt geringere W ärmeanforderungen an ihre Umgebung als die Deutsche Schabe. Sie ist ein sehr verbreiteter Hygieneschädling. Das Weibchen legt in seinem 2 Jahre dauernden Leben etwa 8 Eipakete mit je 16 Tieren ab.
Wanderratte
Die etwa 25 cm lange Wanderratte ist graubraun gefärbt und lebt in Rudeln von mehreren hundert Tieren in einer ausgeprägten sozialen Organisation. Für den Menschen kann die Wanderratte durch direkten oder indirekten Kontakt zum Überträger von gefährlichen Krankheiten wie Weilsche Gelbsucht, Trichinose, Cholera usw. werden.
Hausmaus
Die ca. 9 cm lange, vermehrungsfreudige Hausmaus lebt meist in der unmittelbaren Nähe des Menschen. Dort vernichtet sie durch ihre rege Fraß- bzw. Nagetätigkeit, sowie durch Exkremente, Nahrungsmittel und andere Materialien. Sie kann zum Überträger von Salmonellose oder Typhus werden.
Diese Insektengruppen werden im Sprüh- und Stäubeverfahren bekämpft. Befallene Tiere sollten dem Tierarzt vorgestellt werden. Die Behandlungsbereiche müssen vor der Bekämpfungsmaßnahme besenrein sein.
Vorhandene Bedarfs- und Gebrauchsgegenstände sollten entfernt werden. Nach erfolgter Behandlung und Freigabe der Räumlichkeiten ist eine Querlüftung von etwa 1 Stunde erforderlich. Anschließend muss die Renigung aller waagrechten Flächen erfolgen.
Taubenzecken
Die 2 - 7 mm große abgeflachte, graubraun gefärbte Schildzecke lebt meist in ungesicherten Dachstühlen und Taubennestern.
Das Weibchen legt bis zu 500 Eier ab, die Entwicklung dauert ca. 2 Jahre. Die Zecken sind in der Lage, ohne Nahrung 10 Jahre zu überleben. Sie ernähren sich von Vogelblut; sollte Ihnen der Wirt fehlen, befallen sie auch den
Menschen. Ihr Biß verursacht Juckreiz und Quaddelbildung bis hin zu Sekundärinfektionen.
Bettwanzen
Die 2 - 5 mm großen, stark abgeflachten, rotbraun gefärbten Wanzen leben bevorzugt in der Umgebung des Menschen. Weibchen legen bis zu 300 Eier in 2 Monaten ab. Die Eier werden in der nähe des Wirts in Ritzen und Fugen (z.B. Betten) festgeklebt. Nach 3 Monaten schlüpfen die ersten Wanzen und leben ca. 1 Jahr. Die nachtaktiven Tiere ernähren sich vom Blut des Menschen. Ihre Stiche können starke Entzündungen hervorrufen.
Flöhe
Die 2 - 3 mm großen Flöhe sind seitlich abgeflacht mit stark entwickelten Sprungbeinen. Sie sind meist dunkelbraun. Das Weibchen legt mehrere 100 Eier ab, nach ca. 4 Wochen suchen sich die jungen Flöhe ihren Wirt (z. B. Katzen, Hunde oder Vögel). Finden sie keinen geeigneten Wirt, saugen sie auch vom Menschen Blut. Ein Floh lebt bis zu 1,5 Jahre. Durch Flöhe werden Krankheiten wie z. B. der Hundebandwurm und die Pest übertragen.
Der dunkelgefärbte, oft in Dachstühlen auftretende Hausbock wird ca. 10 - 25 mm lang und frißt ausschließlich an Nadelhölzern. Der Befall läßt sich leicht an den ovalen,
4 x 7 mm großen Ausfluglöchern erkennen.
Die Hausbocklarven können während ihrer
3 - 10 jährigen Entwicklungszeit durch ihre Fraßtätigkeit erhebliche Schäden an Holzkonstruktionen verursachen, bis zum totalen Einsturz von Dachstühlen.
Holzwurm
Der dunkelbraun gefärbte,
oft in Kunstwerken und alten Möbeln auftretende Nagekäfer wird 3 - 5 mm lang und frißt Nadel- und Laubhölzer.
Den Befall erkennt man an zahlreichen 1 - 2 mm großen kreisrunden Bohrlöchern.
Die Holzwurmlarven fressen sich 2 - 4 Jahre durch das Holz und richten dabei erhebliche Schäden an.
Fruchtkörper des Hausschwamms
Holzzerfall: Würfelbruch
Echter Hausschwamm
Der gefährlichste und am schwierigsten zu bekämpfende Holzzerstörer in Gebäuden bevorzugt Nadelhölzer. Bei optimalen Bedingungen um 20 Grad werden die auch über Mauerwerk wachsenden Myzelstränge am Tag bis zu 6 mm länger.
Sie werden bleistiftdick und knacken, wenn man sie zerbricht. Der ausgebildete Fruchtkörper ist rostbraun mit einem weißen Zuwachsrand. Dieser Pilz verursacht durch den Zelluloseabbau im Holz bedeutende Schäden bis hin zum totalen Zerfall des Holzes.
Gartenameisen
Die 3 bis 5 mm großen, dunkelbraun bis schwarz gefärbten Arbeiterinnen leben bis zu 6 Jahre. Man findet sie meist in Erdnestern, unter Steinen und Gehwegplatten, von dort dringen sie in Gebäude ein und suchen zuckerhaltige Nahrung.
Die Königin ist ca. 15 mm groß und lebt 10 Jahre. Der sogenannte Hochzeitsflug in den Sommermonaten führt zu einer Invasion von geflügelten Ameisen, allerdings nur über eine kurze Zeit. Ameisen besitzen kräftige Mundwerkzeuge, mit denen sie auch Menschen schmerzhaft beißen können.
Pharaoameisen
Die ursprünglich aus Asien stammende, 2 mm kleine gelbbraune Pharaoameise ist in unseren Breiten nur in beheizten Bereichen vorzufinden. Das in einem strengen Sozialsystem lebende Tier ist aufgrund seines Ernährungsverhaltens für den Menschen ein gefährlicher Gesundheitsschädling (Überträger von Hospitalismus).
Fliegen
Die bei uns lebenden Fliegenarten sind meist vom Laien schwer zu unterscheiden. Sie bevorzugen Bereiche, in welchen ihr jeweiliges Nahrungssubstrat vorhanden ist und legen bis zu 1000 Eier ab.
Sie sind ein oft unerkannter gefährlicher Krankheitsüberträger für den Menschen.
Obst-, Essigfliegen
Sie werden oft an überreifem Obst zur Plage. Durch Übertragung von Hefepilzen und Bakterien verderben sie unsere Lebensmittel.
Motten
Die zahlreichen als Motten bezeich-neten Kleinschmetterlinge unterscheiden sich im Aussehen oft nur wenig. Sie leben bevorzugt dort, wo sie ihr jeweiliges Nahrungssubstrat vorfinden (Mehl, Stoffe, Tabak, Kakaoprodukte u. a.) und legen dort bis zu 200 Eier ab. Die Larven fressen nach dem Schlüpfen von diesen Materialien
Wespen, Hornissen
Es gibt über 2000 verschiedene Wespenarten. In Deutschland gibt es nur zwei Arten, die uns lästig werden können. Die anderen Wespenarten sind harmlos oder stehen wegen ihres seltenen Vorkommens wie die Hornissen unter Artenschutz. In der freien Natur sind Wespen durchaus nützlich. Die junge Wespenkönigin sorgt von Anfang April an für ihren Nachwuchs. Ende Oktober können bis zu 6000 Exemplare in einem Nest leben und in der Nähe von Häusern zu einer Plage werden.
Er gehört ebenso wie der dunkelrot gefärbte Kugelkäfer zur Familie der Diebskäfer. Der hellbraun, kugelig geformte Messingkäfer wird bis zu 4 mm groß und lebt vorwiegend unentdeckt in den Fehlbodenfüll-ungen von Altbauten. Dort befinden sich auch die Niststätten, in welchen das Weibchen zweimal jährlich
ca. 30 Eier ablegt. Oft kommt es zu Massenauftreten nach Umbau-maßnahmen.
Rüsselkäfer
Die 3 bis 5 mm kleinen, schwarzbraunen Getreideschädlinge können sich nur in Körnern fortpflanzen. Die Weibchen legen bis zu 200 Eier (1 Ei je Korn) ab. In 2 bis 4 Monaten wachsen nun die Larven in den Körnern heran. Die Käfer haben eine Lebenserwartung von bis zu 1,5 Jahren. Getreidekörner mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt werden bevorzugt, dabei kommt es meist zu Massenvermehrungen.
Speckkäfer
Die 7 bis 10 mm großen schwarzen Materialschädlinge, mit einer braungrauen Bänderung am Vorderteil, legen bis zu 200 Eier ab. In 2 bis 3 Monaten wachsen nun die Larven aus dem Ei heran. Die Käfer haben bis zu 6 Generationen im Jahr, dabei kommt es häufig zu Massenbefall. Die Larven fressen an Fellen, Leder und auch an Textilien (Lochfraß). Die giftigen Haare der Larven können beim Menschen Allergien hervorrufen.
Teppichkäfer, Pelzkäfer
Ähnlich wie die Speckkäfer leben sie in Europa meist in Gebäuden. Ihre Larven zerstören Teppiche, Polstermöbel, Woll- und Seidenprodukte. Beim Menschen können allergische Reaktionen der Atmungsorgane durch die giftigen Haare der Larven hervorgerufen werden.
Steinmarder
Der Marder ist als Ratten- und Mäusejäger ein Nützling, gelegentlich tritt er aber auch als Materialschädling auf. Er liebt die Nähe des Menschen und hält sich bevorzugt in Dachböden auf (sehr störend ist hier die Lärmbelästigung), in ungenutzten Gebäuden oder Steinbrüchen.
Durch Verbiß an Autoelektronik
richtet er große Schäden an, ab und zu wildert er auch in Geflügelställen. Marder dürfen nur lebend gefangen oder vertrieben werden. Fragen Sie nach unserer Marderabwehr, wir können Ihnen helfen.
Schnecken
Wenn bei Nacktschneckenplage die sog. Bierfalle nicht den gewünschten Erfolg bringt, haben wir für Sie ein speziell entwickeltes Schneckenkorn.
Staubläuse
Dieses nur 2 mm große Insekt lebt meistens in frisch renovierten Häusern und Neubauten von dem durch Feuchtigkeit entstehenden Schimmelpilzrasen. Bekämpfung nur durch Fachleute möglich!
Kellerasseln
Als Krebstiere bevorzugen sie eine feuchte Umgebung, durch gute Belüftung und Austrocknen der Bereiche kann man sich meist schon selber helfen. Sollte der Erfolg ausbleiben, bieten wir professionelle Lösungen.
Silberfischchen
Halten sich häufig in Badezimmern und Küchen auf und ernähren sich dort von Schimmelpilzen. Sie können sehr schnell laufen und sind lichtscheu. Zur Bekämpfung kommen Fraßköder zum Einsatz, oft ist auch die gezielte Anwendung von Insektiziden durch den Fachmann erforderlich.
Spinnen
Sie sind nützliche Insekten, die sich von Kleinstinsekten ernähren. Sollten sie mal lästig werden, schaffen wir auch hier Abhilfe.