Hier lauert Gefahr

Eichenprozessionsspinner

So neugierig die Eichenprozessions­spinner machen – die Raupen sollte man weder aus der Nähe betrachten noch sie berühren. Denn der Eichenprozessions­spinner kann auch für Menschen recht unangenehm werden. Ab dem dritten von sechs Larvenstadien besitzen die Tiere Härchen mit mehreren Spitzen, die in die Haut eindringen und sogar in die Augen und in die Atemwege ge­langen können.

Eichenprozessionsspinner sind kleine, gefräßige Schmetterlingsraupen, die ein Wetter wie im Frühjahr 2018 lieben. Nach einem kühlen, langen Winter steigen die Temperaturen erst relativ spät und es bleibt anhaltend warm. Das bietet den geschlüpften Raupen optimale Bedingungen sich zu entwickeln und die Population wächst stark an. Doch genau das birgt für Eichen und Menschen Gefahren, denn die Raupen fressen nicht nur die Bäume kahl, beim Menschen können die giftigen Härchen der Raupen schmerzende Hautausschläge und allergische Reaktionen auslösen.

Bis zu 500.000 Gifthaare – pro Raupe

Sie brechen leicht und setzen dann einen Eiweißstoff frei, der zu allergieähnlichen Symptomen führt. Die Haut reagiert mit heftigem Juckreiz, rötet sich, bildet Quaddeln, Eiterbläschen und Knötchen. Je nach Kontakt entwickelt sich mitunter auch eine heftige Bindehautentzündung samt ­ro­ten Augen und geschwollenen Li­­dern. Gerät das Gift in die Atemwege, können sich Nase, Rachen und Bronchien entzünden, in schweren Fällen kommt es zu Atemnot.

Ende April, Anfang Mai schlüpfen die Raupen. Sie durchlaufen in neun bis zwölf Wochen bis zur Verpuppung fünf bis sechs verschiedene Larvenstadien. Dabei entwickeln sie im dritten die für den Menschen gefährlichen Härchen. Diese sogenannten Brennhaare wachsen auf dem Hinterleib der Falter. Ihr Giftstoff soll die Falter vor Vögeln und anderen Fressfeinden schützen.

Voll ausgebildete Raupen besitzen etwa eine halbe Million solcher giftiger Brennhaare, die leicht abbrechen und durch den Wind weitergetragen werden. Zudem bleiben auch sehr viele Härchen in den Gelegen in den Ästen und an den Baumstämmen zurück, in denen die Raupen sich häuten. Die Raupen verpuppen sich ab Ende Juni, Anfang Juli. Die Härchen bleiben aber weiterhin als drohende Gefahr erhalten.

Schwierige Bekämpfung

Vorgehen gegen die Eichenprozessionsspinner kann man entweder, indem man die Nester manuell von den Bäumen sammelt – wobei größte Vorsicht geboten ist. Baumarbeiter müssen Schutzanzüge tragen, mit Atemmasken arbeiten und ihr Gesicht komplett vermummen. Auch mit chemischen Spritzmitteln kann gegen den Eichenprozessionsspinner vorgegangen werden. Allerdings töten die Mittel eben nicht nur den Schädling, sondern auch alle anderen Insekten. Deshalb sehen die Experten das Ausbreiten der Eichenprozessionsspinner mit großer Sorge.

In einigen Regionen wie beispielsweise Berlin sind Grundstückbesitzer sogar verpflichtet, die Tiere zu entfernen. Sie sollten das aber in keinem Fall selbst übernehmen, sondern Fachbetriebe beauftragen. Wir, die Firma IHD Schädlingsbekämpfung Nürnberg haben uns mittlerweile auf die Falter spezialisiert.

Medikamente lindern Beschwerden

Nach ein bis zwei Wochen hat man die Beschwerden in der Regel überstanden. Bis dahin können eine entzündungshemmende Creme und eventuell Medikamente aus der Gruppe der Anti­histaminika Linderung verschaffen. Bei Atemnot sind Arzneimittel nötig, die die Atemwege erweitern. In jedem Fall empfehlen wir, von der IHD Schädlingsbekämpfung einen Arztbesuch, um die Symptome abklären zu lassen und eine geeignete Therapie einzuleiten.