Lebensmittelmotte

(Plodia interpunctella)

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Speisemotte frisst sich durch sämtliche Verpackungsmaterialien und findet alle Lebensmittel, die ihr schmecken – und zwar in der ganzen Wohnung! Es genügt also nicht, nur die Vorräte in der Küche zu überprüfen. Du solltest auch an die Süßigkeiten im Wohnzimmer, das Tierfutter in der Waschküche und den Mitternachtssnack im Schlafzimmer denken. Außerdem können auch vermeintlich geschlossene Verpackungen bereits befallen sein: Der Lebensmittelmotte genügen bereitswinzig kleine Löcher, um eine neue Futterquelle zu erschließen.

Lebensmittelmotten sind die am häufigsten anzutreffenden Vorratsschädlinge in privaten Haushalten und Unternehmen. Deren Larven können in Vorräten erheblichen Schaden anrichten, indem Sie daran fressen und/oder sie mit ihren Kotrückständen, Gespinsten, Häutungsresten und Frassmehl verunreinigen. Die Nebenprodukte der Larven sind ein großes Problem. Die Gespinste können Waren und Lebensmittel komplett bedecken und Maschinen und Leitungen blockieren. Sie nisten sich nicht nur in Müsli, Kräutern, Hülsenfrüchten und hochwertigem Getreide ein, sondern machen auch vor Schokolade nicht halt. Sie können darüber hinaus bei Allergikern und auch bei immunschwachen Personen gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen und sollten daher unbedingt bekämpft werden. Grundvoraussetzung für jeden Behandlungserfolg sind solides Fachwissen, Know-how, Qualität, motivierte und geschulte Mitarbeiter, beste Kenntnisse über die Verhaltensweise der Schädlinge und die speziell dafür entwickelten Techniken. Die exakte Vorgehensweise ist oft von der Art des Schädlings und von den lokalen Gegebenheiten (Beschaffenheit der Räume) abhängig. Daher ist eine gute Beratung der Grundstein für jeden Erfolg und somit auch bei der Lebensmittelmottenbekämpfung! Die Lebensmittelmotte ist genauso wie die Kleidermotte weltweit verbreitet. Lebensmittelmotten zählen zu den Vorratsschädlingen und Hygieneschädlingen. Durch den Fraß der Larven entstehen Schäden an Lebensmitteln, meist werden die Larven oft schon beim Einkaufen mit eingeschleppt. Das befallene Produkt ist mit Gespinsten überzogen und mit Kotkrümmelchen durchsetzt. Die Larven fressen sich durch Plastikfolien und dünne Kartons oder quetschen sich auch durch lose verschlossene Schraubdeckel. Motten haben eine hohe Vermehrungsrate, ein Weibchen legt bis zu 450 Eier im Jahr ab, entscheidend dafür ist die Temperatur und das Nahrungsangebot.

Mehlmotte (Ephestia kuehniella) – Vorratsschädling

Besonders aktiv sind die Mehlmottenzünsler (1 – 1,4 cm Körperlänge) in der Nacht und im Sommer. Für die Entwicklung benötigen die Eier und Larven nämlich möglichst viel Wärme. Bekommen sie diese auch, müssen Sie mit vier Generationen pro Jahr rechnen. Oft gelangen die gräulichen Motten beim Lüften unbemerkt ins Haus. Das Aussehen der erwachsenen Tiere ist nicht sehr spektakulär. Die graue Zeichnung kann dabei allerdings sehr variabel sein, weswegen das Erscheinungsbild der Motten immer etwas variieren kann. Übrigens sind die Larven der Mehlmotte so unscheinbar, dass sie kaum von anderen Lebensmittelmottenlarven unterschieden werden können.

Getreidemotte (Sitottroga cerealella) – Vorratsschädling

Die trüb-gelb gefärbte Getreidemotte entwickelt sich direkt in den Körnern verschiedenster Getreidesorten, wobei das Weibchen die Eier an der Oberfläche von nicht ausgereiftem Getreide ablegt. Die Raupen fressen sich dann in die Körner und höhlen das Korn vollständig aus. Vor der Verpuppung frisst die Larve ein rundes Loch in die Schale, durch das dann der fertige Falter schlüpft. In gemäßigten Klimaten überlebt die Art den Winter nur in Bauwerken.  Sie verstecken sich oft in Ritzen und Ecken, wo sie wahllos hunderte von Eiern ablegen. Daher treten ca. 2-4 Generationen im Jahr auf. Sie halten sich gerne in Getreidespeichern, Silos, Vorratskammern, Lagerhäusern und Nahrungsmittelbetrieben  auf.[/lvca_tab][lvca_tab tab_id=“tab-5b62ed0c19976″ icon_type=“icon“ icon_fontawesome=“fa fa-eyedropper“ tab_title=“Bekämpfung“]

Lebensmittelmotten sind, genau wie Kleidermotten, kein Zeichen für Unsauberkeit oder nachlässiges Haushalten. Tatsächlich kann es nämlich jedem passieren, dass er Speisemotteneier oder -larven im Einkaufskorb nach Hause trägt. Besonders häufig werden Lebensmittelmotten eingeschleppt durch Tierfutter, Mehl, Stärke (Speisestärke, Soßenbinder, Mondamin etc..), diverses Müsli, getrocknete Hülsenfrüchte und Reis. Werden die Lebensmittel nicht sofort verbraucht, entwickeln die Larven sich im Inneren der Verpackung und beißen sich ihren Weg durch das Plastik in die schöne bunte Welt der Vorratskammer. Dort verstecken sie sich in den Ritzen der Schränke und fangen sofort an, sich zu vermehren.

Grundvoraussetzung für jeden Behandlungserfolg sind solides Fachwissen, Know-how, Qualität, motivierte und geschulte Mitarbeiter, beste Kenntnisse über die Verhaltensweise der Dörrobstmotte und die speziell dafür entwickelten Insektizide. Die exakte Vorgehensweise ist oft von der Art des Schädlings und von den lokalen Gegebenheiten (Beschaffenheit der Räume) abhängig. Daher ist eine gute Beratung der Grundstein für jeden Erfolg und somit auch bei Lebensmittelmotten-Bekämpfung!

Zur direkten Bekämpfung der Larven können dann Kontaktinsektizide wie z. B. Pyrethrum eingesetzt werden, die in mögliche Verstecke der Larven von Attagenus unicolor gesprüht werden müssen. Tritt der Dunkle Pelzkäfer als Schädling in Kleiderkammern oder lederverarbeitenden Betrieben auf, so kann man die Tiere dadurch bekämpfen, indem befallene Ware mit gasförmigen Insektiziden wie Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid behandelt wird.

Raupen der Lebensmittelmotten entwickeln sich nie außerhalb von Nahrungsmitteln. Diese sollten nicht längere Zeit offen herumstehen, damit die Weibchen keine Gelegenheit haben, ihre Eier darin abzulegen. Dicht schließende Behälter wie Einmachgläser schützen die darin enthaltenen Produkte vor Schädlingsbefall. Blechdosen mit Stülpdeckeln oder Gläser mit Schraubverschluss sind nicht dicht genug. Bei kühler Lagerung (unter 10° C) vermögen sich keine Insekten zu entwickeln. Eine nicht zu große Vorratshaltung vermindert das Risiko eines Schädlingsbefalles.

Im ersten Schritt sollten alle Motten im Schrank und sichtbaren Nester entfernt werden. Denn wie schon beschrieben sind es die Larven der Motten, die sich an den Kleidern bedienen. Jeder Winkel muss sorgfältig durchsucht, abgewischt und abgesaugt werden. Insbesondere Spalten, Ritzen und entlegene Stellen, weil die Larven dort ungestört gedeihen könnten. Damit dies in schwer zugänglichen Ecken und Ritzen leichter gelingt hat es sich bewährt einen handelsüblichen Föhn zu nutzen, denn unter Hitze sterben die Tiere schnell ab. Vorsicht wer einen sogenannten Heißluftföhn nutzt (normalerweise zum Altfarben abbrennen genutzt). Die wesentlich größere Hitze daraus kann schnell zu Beschädigungen an Holz und Tapete führen!

Hat man die Wohnung, seinen Kleiderschrank und Teppiche vom Mottenbefall weitest gehend befreit, so hat man die Möglichkeit „Pheromon Fallen“ aufzustellen. Diese Fallen, von denen die männlichen Motten magisch angezogen werden, sind mit geruchsneutralen und insektizid freien Sexuallockstoffen behandelt. Auf der Suche nach dem anziehenden Geruch, bleiben die männlichen Motten darin kleben und verenden. Um die Kleidermotten bekämpfen zu können sollten diese mindestens drei Monate aufgestellt sein, da die Entwicklung der Larve so lange dauern kann. Nachteil dieser Methode ist, dass unter Umständen zusätzliche Tiere von außerhalb angelockt werden können. Auch wird als Kritikpunkt immer wieder angeführt, dass oft schon die Weibchen begattet wurden bevor die Männchen in der Falle landen und somit die Pheromon Falle wirkungslos sei.

EUROPÄISCHER STANDARD DIN EN 16636 FÜR SCHÄDLINGSMANAGEMENT

  • Die DIN EN 16636 entspricht den allgemein anerkannten Regeln der Schädlingsbekämpfung in Deutschland und Europa. Durch den Einsatz von Schädlingsbekämpfern, die nach den Vorgaben der neuen Norm arbeiten, können Sie nachweisen, dass das Schädlingsmanagement mit der gebührenden Sorgfalt durchgeführt wird. Eine Schädlingsbekämpfungsdienstleistung, die nicht nach den Regeln der EN 16636 durchgeführt wird, kann im Streitfall als mangelhalft beurteilt werden.
  • Die Norm schreibt Anforderungen an die Vertragsgestaltung vor und schafft somit eine Vergleichsgrundlage für Angebote unterschiedlicher Anbieter
  • Die Zertifizierung nach EN 16636 ist ein zusätzliches Bewertungskriterium bei der Auswahl eines geeigneten Schädlingsbekämpfers
  • Einbindung ins Qualitätsmanagement: Normen wie z.B. der IFS Food oder der BRC Food verlangen von Ihnen, dass Sie ein System zur Schädlingsbekämpfung als Teil Ihres Qualitätsmanagementsystems aufrechterhalten. Geht Ihr Schädlingsbekämpfer nach EN 16636 vor, wird sichergestellt, dass die Dokumentationsvorgaben berücksichtigt werden.

DIN ISO 9001 – Qualitätssicherung durch Prozessoptimierung

Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist national und international die meist verbreitete und bedeutendste Norm im Qualitätsmanagement (QM). Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen aller Größen und in allen Branchen möglich und bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems (QMS).

Die ISO 9001 legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest, die von Unternehmen umzusetzen sind, um die Kundenanforderungen sowie weitere Anforderungen an die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität zu erfüllen. Mit der Einführung eines QM-Systems kann zum Beispiel:

  • die Transparenz betrieblicher Abläufe erhöht werden
  • eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt werden
  • die Fehlerquote und somit Kosten gesenkt werden

Ein wesentlicher Grundsatz der ISO 9001 ist die Prozessorientierung. Ein prozessorientiertes QM-System begleitet alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und stellt diese auf den Prüfstand. Dadurch können auch bei guten Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.

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