Ratten werden als eklig empfundenAdmin2018-08-13T12:56:26+00:00

Ratte

(Rattus)

 

Die Wanderratte (rattus norvegicus)

  • Gewicht: 300g
  • Kopf-Rumpflänge: 25-25 cm
  • Schwanzlänge: 15-20 cm
  • Aussehen: kleine Augen, abgerundete Schnauze
  • Vorkommen: im Freien, an Gewässern, in der Kanalisation und in Gebäuden
  • legt unterirdische Bauten an, schwimmt und klettert gut
  • Nahrung: Allesfresser, frisst etwa 300 g am Tag, müssen am Tag ca. 20 ml Flüssigkeit aufnehmen
  • Population: die Weibchen gebären 7 x pro Jahr 8-10 Junge pro Wurf
  • Lebenserwartung: ca. 9-18 Monate

Ratten als Schädlinge: Die wenig spezialisierten und somit sehr anpassungsfähigen frei lebenden Tiere gelten gemeinhin als Nahrungsmittelschädlinge. Der in der Landwirtschaft durch sie verursachte Schaden ist enorm, sodass gegen sie Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Zudem treten sie in Gartenanlagen auf, wo besonders Wurzeln und Knollen angenagt werden. Sie nutzen dabei auch gern Gänge, welche durch Maulwürfe gegraben wurden. Auch Gebäude werden in Mitleidenschaft gezogen, weil diese Nager Wasser- und Abwasserleitungen beschädigen können. Zudem ist die Verbreitung von Krankheitserregern durch die Ratten ein Problem. Frei lebende Ratten können, ebenso wie nahezu alle anderen Tiere, als Vektoren direkt oder indirekt diverse Krankheitserreger mit den von ihnen ausgelösten Krankheiten übertragen.

Sie tragen zwar nicht mehr oder weniger Erreger in sich als andere wildlebende Tiere (z.B. Füchse oder Tauben), verbreiten diese aber um so schneller. Zu den Krankheiten bzw. Erregern, die von der Ratte auf den Menschen übertragbar sind, zählen u.a.:

  • Salmonellose: Salmonellosen sind Krankheiten, die durch Salmonellen ausgelöst werden und hochansteckend sind. Zu diesen Krankheiten zählt u.a. Typhus.
  • Streptokokken: Streptokokken sind Bakterien, die bei uns (vor allem bei Neugeborenen) zu Sepsis, Meningitis (Hirnhautentzündung) und Pneumonie führen können.
  • Hantaviren: Hantaviren verursachen je nach Typ verschiedene Erkrankungen (z.B. schwere Lungenerkrankungen und akutes Nierenversagen). Sie werden normalerweise durch getrockneten Rattenkot übertragen und von uns Menschen über den Staub eingeatmet.
  • Pest: Der Rattenfloh trägt das Bakterium Yersinia pestis in sich und kann es durch seinen Biss auf den Menschen übertragen.

Ratten leben in Erdbauten oder auf Bäumen. Viele Arten können gut klettern und errichten Nester in den Bäumen als Unterschlupf. Andere ziehen sich in Erdbauten, Felsspalten oder in hohle Baumstämme zurück. Die besser erforschten, kulturfolgenden Arten leben in Rudeln von bis zu 60 Tieren, wobei die Rudelmitglieder sich am Geruch erkennen. Rudel setzen sich aus einem oder mehreren Männchen und mehreren Weibchen zusammen, beide Geschlechter etablieren eine Rangordnung. Es sind territoriale Tiere, die Reviere werden gegen Eindringlinge verteidigt. Über die Lebensweise der meisten Arten ist jedoch kaum etwas bekannt. Ratten sind Allesfresser, die eine große Vielfalt an pflanzlicher und tierischer Nahrung zu sich nehmen. Die meisten Arten bevorzugen Samen, Körner, Nüsse und Früchte, sie ergänzen den Speiseplan aber mit Insekten und anderen Kleintieren, auch gibt es Arten die vorwiegend fleischliche Kost verzehren. Wanderratten beispielsweise sind vorwiegend Fleischfresser, zu ihrer Beute zählen Vögel und deren Eier, kleine Säugetiere und andere Wirbeltiere und auch Fische. Die Arten, die in der Nähe des Menschen leben, finden ihre Nahrung häufig in Vorratslagern, auf Feldern oder im Abfall. Hausratten und Wanderratten können nicht nur alles fressen, was Menschen essen, sondern auch andere zusätzliche Stoffe wie Pelze, Seife, Papier und Bienenwachs.

Ratten sind „Nahrungsspezialisten“, unsere Köder werden mit Lockstoffen versehen, um attraktiv für die Nager zu sein. Anhand dieser Köder, die in verschiedenen Formulierungen angeboten werden und die je nach Befall mit unterschiedlichsten festen Köderblöcken belegt werden, kann man gut kontrollieren, wie stark der Befall ist.

Die Hausratte (rattus rattus)

Hausratten sind etwas kleiner und schlanker als Wanderratten. Es handelt sich um zwei verschiedene Arten, die sich nicht untereinander kreuzen können. Hausratten haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 16 bis 24 cm und ein Gewicht von 150 bis 250 g. Anders als bei der Wanderratte ist der Schwanz länger als Kopf und Rumpf. Hausratten haben verglichen mit Wanderratten eine relativ spitze Schnauze und deutlich größere Ohren. In Deutschland kommen mehrere Farbvarianten vor, von fast Schwarz über grau bis braungrau. Junge Hausratten ähneln in ihrem Aussehen Hausmäusen.
Die Schnauze der Hausratte ist spitz, Augen und Ohren sind verhältnismäßig größer als bei der Wanderratte (Rattus norvegicus). Hauptfarbformen sind ganz grauschwarz (besonders bei der Unterart rattus), braungrau mit grauer Unterseite (besonders bei der „Dachratte“ Rattus rattus alexandrinus) und braungrau mit weißer Unterseite (besonders bei der „Fruchtratte“ Rattus rattus frugivorus). Dazwischen gibt es Übergänge und weitere Farbformen.

Die Hausratte ist nur in kälteren Regionen an menschliche Siedlungen gebunden, wo sie bevorzugt in trockenen Wohn- und Vorratsgebäuden (bevorzugt in oberen Geschossen), aber auch in Kellern und Ställen lebt. Im Freiland sucht sie sich sehr unterschiedliche Schlupfwinkel und baut dort ihr Nest.

Die Hausratte ist sowohl tag- als auch nachtaktiv. Als soziales Tier lebt sie in Gruppen, die fünfzig und mehr Individuen umfassen können. Feste Wechsel werden mit Urin markiert, die Reviere gegen andere Hausratten verteidigt. Sie bevorzugt pflanzliche Kost wie Getreide, Früchte, Samen und Wurzeln. Tierische Nahrung wie Wirbellose, Eier, Mäuse oder Fische nimmt sie nur selten zu sich. Als Allesfresser kann sie jedoch notfalls bei Fehlen von pflanzlicher Nahrung sich auf tierische Nahrungsquellen umstellen.
Hausratten können über 100 verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen. Im Mittelalter haben Hausratten eine entscheidende Bedeutung bei der Verbreitung der Pest gehabt, die von Rattenflöhen auf den Mensch übertragen wurde (Schwarzer Tod). Darüber hinaus spielen Hausratten eine Rolle als Überträger von Tierseuchen. Ratten können Lebens- und Futtermittel durch ihren Kot und Urin verunreinigen, die Krankheitskeime enthalten und daher Gefahren für die Gesundheit des Menschen und seiner Haustiere darstellen.
Die Nager treten vor allem als Vorratsschädlinge auf. Im Bereich der Lebensmittellagerung besteht der Schaden sowohl im Zernagen von Verpackungen als auch der Verunreinigung von Nahrung durch Kot und Urin. In älteren Tierhaltungsanlagen mit Zwischenböden finden Hausratten ideale Lebensbedingungen. Gerade in diesem Bereich können vor allem durch die Übertragung und das Verschleppen von Tierseuchen große Schäden entstehen.

Ratten übertragen Krankheiten. Sie tragen zwar nicht mehr oder weniger Erreger in sich als andere wildlebende Tiere (z.B. Füchse oder Tauben), verbreiten diese aber um so schneller. Zu den Krankheiten bzw. Erregern, die von der Ratte auf den Menschen übertragbar sind, zählen u.a.:

  • Salmonellose: Salmonellosen sind Krankheiten, die durch Salmonellen ausgelöst werden und hochansteckend sind. Zu diesen Krankheiten zählt u.a. Typhus.
  • Streptokokken: Streptokokken sind Bakterien, die bei uns (vor allem bei Neugeborenen) zu Sepsis, Meningitis (Hirnhautentzündung) und Pneumonie führen können.
  • Hantaviren: Hantaviren verursachen je nach Typ verschiedene Erkrankungen (z.B. schwere Lungenerkrankungen und akutes Nierenversagen). Sie werden normalerweise durch getrockneten Rattenkot übertragen und von uns Menschen über den Staub eingeatmet.
  • Pest: Der Rattenfloh trägt das Bakterium Yersinia pestis in sich und kann es durch seinen Biss auf den Menschen übertragen.

Jede Großstadt in Deutschland hat ein Rattenproblem. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches: In jeder Großstadt finden die Nager gute Lebensbedingungen und eine (Über)fülle an Nahrung. Solange die Ratten in der Kanalisation bleiben, ist die Stadt  für die Bekämpfung zuständig und der Durchschnittsbürger bleibt weitgehend unbehelligt. Kritisch wird es dann, wenn die Ratten den Untergrund verlassen und sich in Gärten oder Gebäuden einnisten. Mit ihren starken Nagezähnen vernichten die Schädlinge nicht nur sämtliche Vorräte, sondern beschädigen auch Bausubstanz, Kabel und Leitungen. Außerdem stellt der Kontakt zu (wildlebenden) Ratten für den Menschen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Fazit: Eine große Rattenpopulation hat enormes Zerstörungspotenzial und kann Krankheiten in dicht besiedelten Gebieten rasend schnell verbreiten. Aus diesem Grund ist schnelles Handeln extrem wichtig, um eine weitere Verbreitung auszuschließen.

Ratten kennen kaum eine Barriere. Sie graben sich durch Erde und sie können gut schwimmen und klettern. Bei einer Bedrohung durch Eindringlinge können sie aggressiv werden. Ratten sind sehr intelligente und vorsichtige Tiere. Dies hat zur Folge, dass bei unsachgemäßen Bekämpfungsmaßnahmen die Tiere eine Köderscheu entwickeln können, was bedeutet, dass sie den angebotenen Köder nicht mehr annehmen.

All diese Faktoren machen eine konsequente und vor allem kontinuierliche Rattenbekämpfung notwendig, um einen langfristigen Erfolg zu erzielen. Sinnvoll sind flächendeckende Maßnahmen.

Man kann aber Ratten auch ohne Gift bekämpfen. Dazu werden Rattenschlagfallen, Rattenlebendfallen oder verschiedenste technische Varianten eingesetzt. Aber Achtung, bei jeder Rattenbekämpfung müssen die gesetzlichen Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Durch den unsachgemäßen Einsatz von Rattengift oder auch von Rattenfallen können erhebliche Gefahren für Mensch, Haustier und Umwelt ausgehen.

  • hochqualitativen, spritzwasser-, haustier- und kindersicheren Schadnagerköderboxen aus Kunststoff
  • umgehender Beratung und Ausführung bzgl. notwendiger Akutmaßnahmen (z.B. Rattenködersonderauslegungen)
  • Information und Durchführung bzgl. Präventivmaßnahmen (z.B. baulicher Verschluss von Rattenlöchern), um Ihre Bestandsobjekte nagersicher zu machen


EUROPÄISCHER STANDARD DIN EN 16636 FÜR SCHÄDLINGSMANAGEMENT

  • Die DIN EN 16636 entspricht den allgemein anerkannten Regeln der Schädlingsbekämpfung in Deutschland und Europa. Durch den Einsatz von Schädlingsbekämpfern, die nach den Vorgaben der neuen Norm arbeiten, können Sie nachweisen, dass das Schädlingsmanagement mit der gebührenden Sorgfalt durchgeführt wird. Eine Schädlingsbekämpfungsdienstleistung, die nicht nach den Regeln der EN 16636 durchgeführt wird, kann im Streitfall als mangelhalft beurteilt werden.
  • Die Norm schreibt Anforderungen an die Vertragsgestaltung vor und schafft somit eine Vergleichsgrundlage für Angebote unterschiedlicher Anbieter
  • Die Zertifizierung nach EN 16636 ist ein zusätzliches Bewertungskriterium bei der Auswahl eines geeigneten Schädlingsbekämpfers
  • Einbindung ins Qualitätsmanagement: Normen wie z.B. der IFS Food oder der BRC Food verlangen von Ihnen, dass Sie ein System zur Schädlingsbekämpfung als Teil Ihres Qualitätsmanagementsystems aufrechterhalten. Geht Ihr Schädlingsbekämpfer nach EN 16636 vor, wird sichergestellt, dass die Dokumentationsvorgaben berücksichtigt werden.

DIN ISO 9001 – Qualitätssicherung durch Prozessoptimierung

Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist national und international die meist verbreitete und bedeutendste Norm im Qualitätsmanagement (QM). Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen aller Größen und in allen Branchen möglich und bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems (QMS).

Die ISO 9001 legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest, die von Unternehmen umzusetzen sind, um die Kundenanforderungen sowie weitere Anforderungen an die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität zu erfüllen. Mit der Einführung eines QM-Systems kann zum Beispiel:

  • die Transparenz betrieblicher Abläufe erhöht werden
  • eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt werden
  • die Fehlerquote und somit Kosten gesenkt werden

Ein wesentlicher Grundsatz der ISO 9001 ist die Prozessorientierung. Ein prozessorientiertes QM-System begleitet alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und stellt diese auf den Prüfstand. Dadurch können auch bei guten Organisationen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.

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